Details
DRIVE - Interkommunale Zusammenarbeit für gelingende Mobilitätslösungen im ländlichen Raum
Beschreibung
Das Forschungsprojekt DRIVE befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung innovativer Mobilitätslösungen für den ländlichen Raum. Im Fokus stehen die Kommunen Bernsdorf, Kamenz und Elstra. Ziel des Projekts ist es, Mobilitätsangebote zu gestalten, die sich an den Bedürfnissen von Menschen mit eingeschränkter Mobilität orientieren. Dazu zählen insbesondere ältere Menschen, Jugendliche sowie Menschen mit Behinderungen. Durch passgenaue und nutzerorientierte Lösungen soll die gesellschaftliche Teilhabe dieser Personengruppen nachhaltig verbessert werden. Ferner zielt das Projekt darauf ab, ein aufsuchendes Bildungsformat für den Adressatenkreis bereitzustellen. Dieses dient der Förderung digitaler Kompetenzen und digitaler Gesundheitskompetenzen.
Projektverlauf

Das seit 2019 vom BMFTR geförderte WIR-Bündnis „ZukunfTAlter – Zukunftstechnologien für gelingendes Altern“ mit ca. 130 Bündnispartnern ermöglichte die Platzierung des Projektes. Gegenwärtig werden die Forschungsergebnisse zusammengetragen, das Lastenheft erstellt und ab Herbst 2026 mit der Pilotierung begonnen.
Mehrwert
Im Sinne eines hohen Innovationsgrades sollen bestehende Mobilitätsansätze für ländliche Räume recherchiert und ein Rahmenkonzept für innovative Mobilitätslösungen entwickelt werden. Für die regionale und zielgruppenadäquate Konzeption wird auf ein partizipatives Forschungsdesign zurückgegriffen. Innerhalb des Projektvorhabens soll eine zielgruppenorientierte On-Demand-Lösung entwickelt werden, die bedarfsorientiert und entlang der Anforderungen der älteren Bevölkerung in den entsprechenden Gebieten operiert.
Um das neue, technologiegestützte Angebot möglichst einfach zugänglich zu gestalten, sollen mehrere Lösungen für den Realbetrieb innerhalb der Anforderungsanalyse analysiert und getestet werden. Auch soll ein aufsuchendes Bildungsformat als Microlearning-basiertes Lehr-Lern-Setting entwickelt und in die Fahrzeuge integriert werden, um Älteren in kurzweiligen, niederschwelligen Lernsequenzen einen Zugang in die digitale Welt zu bieten. Durch die interkommunale Zusammenarbeit und Vernetzungsarbeit zu Akteuren, die bereits mobile Lösungen an den Zielstandorten bereithalten, soll ein intrakommunales Mobilitätsangebot erprobt werden. Nach der Pilotierung der mobilen Lösung und dem Ausbau bzw. der Entwicklung der technologiegestützten Plattform wird ein Nachnutzungskonzept entwickelt. Dieses soll sowohl für die im Projekt beteiligten Kommunen (intrakommunales Konzept), als auch für andere ländlich geprägte Kommunen (interkommunales Nachnutzungskonzept) konzipiert werden.
Fazit & Ausblick

Das Projekt befindet sich noch in der Umsetzung. Bereits jetzt lässt sich schlussfolgern, dass die Zielgruppe ab 60 Jahren für einen partizipativen Forschungszugang schwer zugänglich ist und hier auf kreative Zugangsmöglichkeiten zurückzugreifen ist.
Weiterführende Informationen
Kontaktdaten
Weitere Gute Beispiele aus den Bereichen Daseinsvorsorge und Mobilität
Mobility4All Mittweida
Im Projekt Mobility4All Mittweida wurden neue Mobilitätskonzepte im kleinstädtischen, ländlichen Raum entwickelt und erprobt. Das Forschungsprojekt untersuchte insbesondere, wie Sharing-Modelle auf Grund-lage der Blockchain-Technologie multimodal und dezentral organisiert werden können.
ParthelandMobil
Das Projekt „ParthelandMobil“ (ParMo) leistet einen Beitrag, die Mobilität intermodal vernetzt und diese kosteneffizient sowie nachhaltig zu gestalten.
WALEMObase
Autonom unterwegs am Bärwalder See: Das Projekt verbindet nachhaltige Mobilität, Leichtbau und moderne Antriebstechnologien – und erprobt, wie innovative Lösungen den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum stärken können.