Details
Smart-X / Hochwasserschutz Limbach-Oberfrohna
Beschreibung
Durch den smarten Einsatz von IT, Sensorik und einer zentralen Datenplattform werden in Limbach-Oberfrohna Wasserstände von Gewässern zweiter Ordnung in Echtzeit gemessen, um Pegelstände zu überwachen und frühzeitig Warnungen auszulösen.
Projektverlauf

Der Impuls für das Projekt kam aus der Freiwilligen Feuerwehr, die frühzeitige Warnungen bei steigenden Wasserständen wünschte. Hintergrund ist, dass die Gewässer zweiter Ordnung bisher nicht systematisch überwacht werden.
Beteiligt sind die Stadtverwaltung, die Freiwillige Feuerwehr sowie ein externer Dienstleister, der das Dashboard zur Darstellung der Daten bereitstellt. Die Gewässersensoren sind an das LoRaWAN-Netz angebunden, sodass die Messdaten digital übertragen und im Dashboard visualisiert werden.
Die Umsetzung verlief für die Verwaltung vergleichsweise unkompliziert. Vom Start bis zum Einbau des Sensors dauerte es nur etwa zwei Monate. Die größte Herausforderung bestand in der geeigneten Befestigung des Sensors am Gewässer.
Die Daten werden derzeit über ein Dashboard vor allem der Verwaltung zur Verfügung gestellt, perspektivisch soll es auch für Bürger zugänglich gemacht werden.
Mehrwert

Ziel ist es, Sensordaten über einen längeren Zeitraum auszuwerten, um fundierte Prognosen – beispielsweise für Hochwasserereignisse – zu ermöglichen. Zudem sollen die gewonnenen Daten künftig in die Stadt-App eingebunden und für verschiedene kommunale Anwendungen nutzbar gemacht werden.
Die gesammelten Daten schaffen eine Grundlage für datenbasierte Entscheidungen in der kommunalen Planung. So können beispielsweise Risiken besser eingeschätzt und Aspekte wie die Ausweisung von Baugebieten fundierter bewertet werden. Dadurch wird die Planung langfristig sicherer und nachhaltiger für die Region.
Fazit & Ausblick
Der Einsatz der Sensorik und Datenauswertung soll auch auf andere Bereiche der Stadtentwicklung übertragen werden, z. B. für Parkraumbewirtschaftung, Füllstände von Glascontainern, Wetterstationen zur Unterstützung des Winterdienstes oder für die Organisation der Müllentsorgung. Für die Freiwillige Feuerwehr ist insbesondere die Möglichkeit relevant, künftig auch den Füllstand von Löschwasserzisternen digital zu überwachen.
Neben der Stadtverwaltung und der Freiwilligen Feuerwehr ist perspektivisch eine stärkere Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen geplant. Über das Dashboard sollen diese künftig ebenfalls Daten einsehen und eigene Messwerte einspeisen können, sodass entlang eines Flusslaufs frühzeitig Informationen zu möglichen Hochwasserentwicklungen ausgetauscht werden können.
Zum Erfolg trägt vor allem der pragmatische Einsatz bestehender Technologien wie Sensorik, LoRaWAN und einer zentralen Datenplattform bei. Für kleinere Kommunen zeigt das Projekt, dass bereits mit überschaubarem Aufwand digitale Lösungen umgesetzt werden können, die langfristig vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bieten.
Weiterführende Informationen
Kontaktdaten
Zur Webseite des Projektträgers
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