Zum Hauptinhalt springen

Details

Smart-X / Hochwasserschutz Limbach-Oberfrohna

Ort:
Limbach-Oberfrohna
Einwohnerzahl:
5.000 - 20.000
Themenfeld/er:
Daseinsvorsorge  
Umweltschutz  
Projektträger:
Große Kreisstadt Limbach-Oberfrohna
weitere Projektbeteiligte:
GISA GmbH
Projektlaufzeit:
seit 2025
Projektstatus:
laufend
Gesamtkosten:
ca. 5 Tsd. Euro jährlich
Finanzierung/Förderung:
ausschließlich Eigenmittel

Beschreibung

Durch den smarten Einsatz von IT, Sensorik und einer zentralen Datenplattform werden in Limbach-Oberfrohna Wasserstände von Gewässern zweiter Ordnung in Echtzeit gemessen, um Pegelstände zu überwachen und frühzeitig Warnungen auszulösen.

Projektverlauf

Der Impuls für das Projekt kam aus der Freiwilligen Feuerwehr, die frühzeitige Warnungen bei steigenden Wasserständen wünschte. Hintergrund ist, dass die Gewässer zweiter Ordnung bisher nicht systematisch überwacht werden.

Beteiligt sind die Stadtverwaltung, die Freiwillige Feuerwehr sowie ein externer Dienstleister, der das Dashboard zur Darstellung der Daten bereitstellt. Die Gewässersensoren sind an das LoRaWAN-Netz angebunden, sodass die Messdaten digital übertragen und im Dashboard visualisiert werden.

Die Umsetzung verlief für die Verwaltung vergleichsweise unkompliziert. Vom Start bis zum Einbau des Sensors dauerte es nur etwa zwei Monate. Die größte Herausforderung bestand in der geeigneten Befestigung des Sensors am Gewässer.

Die Daten werden derzeit über ein Dashboard vor allem der Verwaltung zur Verfügung gestellt, perspektivisch soll es auch für Bürger zugänglich gemacht werden.

Mehrwert

Ziel ist es, Sensordaten über einen längeren Zeitraum auszuwerten, um fundierte Prognosen – beispielsweise für Hochwasserereignisse – zu ermöglichen. Zudem sollen die gewonnenen Daten künftig in die Stadt-App eingebunden und für verschiedene kommunale Anwendungen nutzbar gemacht werden.

Die gesammelten Daten schaffen eine Grundlage für datenbasierte Entscheidungen in der kommunalen Planung. So können beispielsweise Risiken besser eingeschätzt und Aspekte wie die Ausweisung von Baugebieten fundierter bewertet werden. Dadurch wird die Planung langfristig sicherer und nachhaltiger für die Region.

Fazit & Ausblick

Der Einsatz der Sensorik und Datenauswertung soll auch auf andere Bereiche der Stadtentwicklung übertragen werden, z. B. für Parkraumbewirtschaftung, Füllstände von Glascontainern, Wetterstationen zur Unterstützung des Winterdienstes oder für die Organisation der Müllentsorgung. Für die Freiwillige Feuerwehr ist insbesondere die Möglichkeit relevant, künftig auch den Füllstand von Löschwasserzisternen digital zu überwachen.

Neben der Stadtverwaltung und der Freiwilligen Feuerwehr ist perspektivisch eine stärkere Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen geplant. Über das Dashboard sollen diese künftig ebenfalls Daten einsehen und eigene Messwerte einspeisen können, sodass entlang eines Flusslaufs frühzeitig Informationen zu möglichen Hochwasserentwicklungen ausgetauscht werden können.

Zum Erfolg trägt vor allem der pragmatische Einsatz bestehender Technologien wie Sensorik, LoRaWAN und einer zentralen Datenplattform bei. Für kleinere Kommunen zeigt das Projekt, dass bereits mit überschaubarem Aufwand digitale Lösungen umgesetzt werden können, die langfristig vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bieten.

Weiterführende Informationen

Kontaktdaten

Robert Hößler
Stabsstelle E-Government & Wirtschaftsförderung
Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna

Zur Webseite des Projektträgers  

Dieses Beispiel teilen


Kein Gutes Beispiel mehr verpassen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter!


Weitere Gute Beispiele aus den Bereichen Daseinsvorsorge und Umweltschutz

Digitaler urbaner Starkregen-Zwilling und Umweltmonitoring
Umweltschutz   Verwaltung  
Dresden

Im Rahmen des Vorhabens wird ein innovatives Umweltmonitoring etabliert. Hierzu werden im Stadtgebiet Umweltdaten mithilfe von Sensoren erhoben und in einem interaktiven und intuitiven 3D-Stadtmodell sichtbar und nutzbar gemacht.

ausführliche Informationen  

Pilotprojekt von Online-Überwachungssystemen für geologische Veränderungen und potenzielle Felsstürze
Bauen  
Bergstadt Elterlein

Die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltungsgemeinschaft Zwönitz und Statotest s.r.o. zielt darauf ab, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und die Wartungsplanung durch den Einsatz von Online-Überwachungssystemen für geologische Veränderungen und potenzielle Felsstürze zu optimieren. Dieses innovative Projekt nutzt eine fortschrittliche Technologie, um Echtzeitdaten und prädiktive Erkenntnisse bereitzustellen, welche die Stabilität und Sicherheit von Hängen und Steinbrüchen gewährleisten.

ausführliche Informationen  

Guben Cockpit
Verwaltung  
Guben

Unter dem Motto "Alles an einem Ort" vereint das Guben Cockpit verschiedene Informationen und macht diese transparent verfügbar. Die bereitgestellten Informationen sollen dabei beispielsweise als Entscheidungsgrundlage für städtische Prozesse genutzt.

ausführliche Informationen