Zum Hauptinhalt springen

Details

SMARTCity Cockpit Gera

Ort:
Stadt Gera
Einwohnerzahl:
20.000 - 100.000
Themenfeld/er:
Daseinsvorsorge  
Verwaltung  
Projektträger:
Stadt Gera
Projektlaufzeit:
Feb. 2021 bis Ende 2026
Projektstatus:
in Betrieb
Gesamtkosten:
ca. 50.000 Euro für Sensorik und Smart Metering
Finanzierung/Förderung:
Förderung durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (Gesamtförderung als Smart-City-Modellstart insgesamt 7,5 Mio. Euro)

Beschreibung

Gera ist seit Juli 2019 Smart-City-Modellstadt. Ein Schlüsselprojekt in diesem Kontext ist die Bereitstellung eines Open-Data-Portals, das relevante Daten zum Leben in der Stadt smart, live und übersichtlich in einem Cockpit darstellt. Das Portal bereitet Geodaten aus der Stadt visuell auf und macht sie somit der Öffentlichkeit zugänglich. Dargestellt werden etwa Daten zum Wetter, zur Feinstaubbelastung, zu Gewässerpegeln oder zum Füllstand der städtischen Glascontainer.

Projektverlauf

Das Smart City Cockpit startete im Februar 2021, bis 2026 sollen im Rahmen der SMARTCity-Strategie insgesamt 14 Pilotprojekte umgesetzt werden. Wichtige Arbeitsschritte zur Bereitstellung des Cockpits war die Beschaffung der entsprechenden Sensoren sowie die Anbindung und die Veröffentlichung der Daten im Geo-Portal der Stadt. Technisch wurde dies über Grafana realisiert, einer Open-Source-Anwendung, welche die Darstellung von Daten aus verschiedenen Datenquellen plattformübergreifend ermöglicht.

Mehrwert

Smarte Technologien wie ein zentrales Cockpit werden eingesetzt, um die Stadt effizienter, transparenter und nachhaltiger zu steuern. Ziel ist es, unterschiedliche Anwendungen – von Umwelt- und Klimamonitoring (z. B. Hitzeinseln, Feinstaub, Pegelmessung) über Ressourcenmanagement (Abfall, Wasser, Energie) bis hin zu Besucher- und Verkehrsanalysen – zu vernetzen. Dadurch entstehen konkrete Mehrwerte für die Region: eine bessere Entscheidungsgrundlage für die Verwaltung, mehr Service und Information für Bürger sowie ein effizienterer Einsatz von Ressourcen. Gleichzeitig tragen die Systeme zur Sicherheit (z. B. bei Starkregen) und zum Schutz von Infrastruktur und Kulturgütern bei. Ergänzend fördern Formate wie ein Smart City Studio die Beteiligung und ermöglichen es, innovative Lösungen direkt vor Ort zu erproben.

Fazit & Ausblick

Das Projekt dient als Experimentierfeld für digitale Messsysteme in den Bereichen Wasser, Umwelt und Verkehr mit direktem Nutzen für die Bevölkerung. Dazu gehören u. a. Pegel- und Wetterdaten, sensorbasierte Zisternen, Bodenfeuchte- und Grundwassermonitoring sowie Verkehrs- und Parkplatzanalysen, die in einem zentralen Daten-Cockpit zusammengeführt und als Open Data bereitgestellt werden sollen. In Zukunft sollen auch datenbasierte Informationen für die Bürger über die Smart-City-App zugänglich gemacht werden.

Herausforderungen bestehen aktuell vor allem in hohen laufenden Kosten durch den externen Dienstleister sowie in der technischen Integration. Künftig stehen der Ausbau weiterer Messbereiche, die Umstellung auf eigene Server sowie die langfristige Finanzierung im Fokus.

Weiterführende Informationen

Kontaktdaten

Sven Gruner
SB Zentrales GIS/SmartCity-Team
Amt für Digitalisierung und IT, Team Statistik und Geoinformation
Kornmarkt 12,  07545,  Gera,  Deutschland
0365 838-1224

Zur Webseite des Projektträgers  

Dieses Beispiel teilen


Kein Gutes Beispiel mehr verpassen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter!


Weitere Gute Beispiele aus den Bereichen Daseinsvorsorge und Verwaltung

Urbane Datenplattformen und Digitale Zwillinge für integrierte Stadtentwicklung Leipzig
Daseinsvorsorge   Verwaltung  
Stadt Leipzig

Im Rahmen des interkommunalen Projektes „Connected Urban Twins (CUT)“ wird in Leipzig unter anderem eine Urbane Datenplattform erarbeitet. Die Urbane Datenplattform ermöglicht die Erstellung Digitaler Zwillinge als Grundlage einer innovativen Stadtentwicklung.

ausführliche Informationen  

Smart-X / Hochwasserschutz Limbach-Oberfrohna
Daseinsvorsorge   Umweltschutz  
Limbach-Oberfrohna

Durch den smarten Einsatz von IT, Sensorik und einer zentralen Datenplattform werden in Limbach-Oberfrohna Wasserstände von Gewässern zweiter Ordnung in Echtzeit gemessen, um Pegelstände zu überwachen und frühzeitig Warnungen auszulösen.

ausführliche Informationen  

Open Source Datenplattform der Smart City Prag
Mobilität   Verwaltung  
Prag

Die Open-Source-Datenplattform trägt in über 90 Projekten zur Erbringung öffentlicher Dienstleistungen und zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

ausführliche Informationen  

Digitaler urbaner Starkregen-Zwilling und Umweltmonitoring
Umweltschutz   Verwaltung  
Dresden

Im Rahmen des Vorhabens wird ein innovatives Umweltmonitoring etabliert. Hierzu werden im Stadtgebiet Umweltdaten mithilfe von Sensoren erhoben und in einem interaktiven und intuitiven 3D-Stadtmodell sichtbar und nutzbar gemacht.

ausführliche Informationen