Details
SMARTCity Cockpit Gera
Beschreibung

Gera ist seit Juli 2019 Smart-City-Modellstadt. Ein Schlüsselprojekt in diesem Kontext ist die Bereitstellung eines Open-Data-Portals, das relevante Daten zum Leben in der Stadt smart, live und übersichtlich in einem Cockpit darstellt. Das Portal bereitet Geodaten aus der Stadt visuell auf und macht sie somit der Öffentlichkeit zugänglich. Dargestellt werden etwa Daten zum Wetter, zur Feinstaubbelastung, zu Gewässerpegeln oder zum Füllstand der städtischen Glascontainer.
Projektverlauf

Das Smart City Cockpit startete im Februar 2021, bis 2026 sollen im Rahmen der SMARTCity-Strategie insgesamt 14 Pilotprojekte umgesetzt werden. Wichtige Arbeitsschritte zur Bereitstellung des Cockpits war die Beschaffung der entsprechenden Sensoren sowie die Anbindung und die Veröffentlichung der Daten im Geo-Portal der Stadt. Technisch wurde dies über Grafana realisiert, einer Open-Source-Anwendung, welche die Darstellung von Daten aus verschiedenen Datenquellen plattformübergreifend ermöglicht.
Mehrwert

Smarte Technologien wie ein zentrales Cockpit werden eingesetzt, um die Stadt effizienter, transparenter und nachhaltiger zu steuern. Ziel ist es, unterschiedliche Anwendungen – von Umwelt- und Klimamonitoring (z. B. Hitzeinseln, Feinstaub, Pegelmessung) über Ressourcenmanagement (Abfall, Wasser, Energie) bis hin zu Besucher- und Verkehrsanalysen – zu vernetzen. Dadurch entstehen konkrete Mehrwerte für die Region: eine bessere Entscheidungsgrundlage für die Verwaltung, mehr Service und Information für Bürger sowie ein effizienterer Einsatz von Ressourcen. Gleichzeitig tragen die Systeme zur Sicherheit (z. B. bei Starkregen) und zum Schutz von Infrastruktur und Kulturgütern bei. Ergänzend fördern Formate wie ein Smart City Studio die Beteiligung und ermöglichen es, innovative Lösungen direkt vor Ort zu erproben.
Fazit & Ausblick
Das Projekt dient als Experimentierfeld für digitale Messsysteme in den Bereichen Wasser, Umwelt und Verkehr mit direktem Nutzen für die Bevölkerung. Dazu gehören u. a. Pegel- und Wetterdaten, sensorbasierte Zisternen, Bodenfeuchte- und Grundwassermonitoring sowie Verkehrs- und Parkplatzanalysen, die in einem zentralen Daten-Cockpit zusammengeführt und als Open Data bereitgestellt werden sollen. In Zukunft sollen auch datenbasierte Informationen für die Bürger über die Smart-City-App zugänglich gemacht werden.
Herausforderungen bestehen aktuell vor allem in hohen laufenden Kosten durch den externen Dienstleister sowie in der technischen Integration. Künftig stehen der Ausbau weiterer Messbereiche, die Umstellung auf eigene Server sowie die langfristige Finanzierung im Fokus.
Weiterführende Informationen
Kontaktdaten
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