Zum Hauptinhalt springen

Details

Smart City Bamberg BaKIM (Baum · Künstliche Intelligenz · Mensch)

Ort:
Bamberg
Einwohnerzahl:
20.000 - 100.000
Themenfeld/er:
Umweltschutz  
Projektträger:
Stadt Bamberg
weitere Projektbeteiligte:
Forstamt Bamberg, Universität Bamberg, Bamberg Service, Lehrstuhl für Kognitive Systeme – Universität Bamberg, GFA Group GmbH
Projektlaufzeit:
2022 - 2027
Projektstatus:
In Betrieb
Gesamtkosten:
Nachnutzungskosten: ca. 1.500€ pro 100 Hektar für die Drohnenbefliegung und Datenauswertung. Ursprüngliche Entwicklungskosten ca. 1 Mio. €
Finanzierung/Förderung:
Smart City MPSC-Programm

Beschreibung

BaKIM ist eine Webanwendung zur KI-gestützten Analyse von Drohnendaten, die kommunale Baum- und Forstbestände automatisiert auswertet. Über einen einfachen Upload werden hochauflösende Luftbilder serverseitig verarbeitet und als GIS-fähige Daten zu Baumgattung, Vitalität, Höhe und Schadmerkmalen bereitgestellt. So entsteht eine nutzerfreundliche Lösung für datenbasiertes Grünflächen- und Waldmanagement ohne zusätzliche Fachsoftware. Ziel ist die Einzelbaumerkennung sowie die Bewertung von Vitalität, Baumhöhe und Baumgattung inklusive spezieller Schadmerkmale wie Mistelbefall bei Kiefern.

Projektverlauf

Die Initiative für BaKIM ging ursprünglich vom Forstamt und Grünflächenamt der Stadt Bamberg aus. Hintergrund waren mehrere extreme Dürrejahre sowie der zunehmende Personalengpass in der Pflege und Kontrolle kommunaler Baumbestände. Ziel war es, mit digitalen Methoden eine effiziente und skalierbare Lösung für das Baum- und Waldmonitoring zu entwickeln.

Im Rahmen der Förderlinie „Kommunal.Digital“ des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales (Förderaufruf 2021) wurde das Projekt Ende 2021 bewilligt. Die Umsetzung startete 2022 als Kooperationsprojekt zwischen der Smart City Bamberg, der Universität Bamberg, dem Forstamt sowie dem Grünflächenamt.

Das Projekt markiert zugleich einen frühen Baustein der Smart-City-Entwicklung in Bamberg und wurde später in die Förderkulisse „Modellprojekte Smart Cities (MPSC)“ (ab 2025) überführt.

Mehrwert

BaKIM liefert erstmals flächendeckende, quantitative und objektive Daten zu städtischen Baumbeständen auf Basis von Drohnenbefliegungen. Dadurch entsteht eine neue Entscheidungsgrundlage, die bisherige punktuelle Begehungen und Erfahrungswissen ergänzt und durch vergleichbare Jahresdaten ersetzt. Schäden können früher erkannt, Entwicklungen über die Zeit nachvollzogen, die wirtschaftliche Nutzung von Holzbeständen besser eingeschätzt und Pflegemaßnahmen gezielter priorisiert werden – insbesondere bei begrenzten personellen Ressourcen.

Das System ersetzt nicht die Verkehrssicherung durch Bodenpersonal, verbessert jedoch deren Informationsbasis deutlich. Insgesamt entsteht ein präziser Überblick über große Flächen, der kommunale Planung, Risikoabschätzung und Ressourcensteuerung messbar unterstützt.

Fazit & Ausblick

BaKIM wird bis Ende 2027 im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities (MPSC)” betrieben; eine Anschlussfinanzierung ist noch offen. Geplant sind Erweiterungen mit den Bayerischen Staatsforsten zur Früherkennung von Eichenprachtkäferbefall sowie eine stärkere Vernetzung mit der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zur Zusammenführung paralleler Lösungen.

Zudem ist die Integration eines 10-cm-Baumkatasters für innerstädtische Bäume vorgesehen, wodurch dort künftig kein Drohnenüberflug mehr notwendig wäre. Insgesamt entwickelt sich BaKIM zu einer integrierten Infrastruktur für kommunales und forstliches Monitoring.

Weiterführende Informationen

Kontaktdaten

Jonas-Dario Troles
Technischer Projektleiter
Stadt Bamberg
Promenadestraße 6a,  96047,  Bamberg,  Deutschland
+49 951 87-1008

Zur Webseite des Projektträgers  

Dieses Beispiel teilen


Kein Gutes Beispiel mehr verpassen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter!


Weitere Gute Beispiele aus dem Bereich Umweltschutz

Datennutzung für die Klimaanpassung mit MOSIDI
Bauen   Umweltschutz  
Luckau

Die Stadt Luckau ist eine der Kommunen, die das von der FH Potsdam entwickelte System MOSIDI anwendet.

ausführliche Informationen  

Digitaler urbaner Starkregen-Zwilling und Umweltmonitoring
Umweltschutz   Verwaltung  
Dresden

Im Rahmen des Vorhabens wird ein innovatives Umweltmonitoring etabliert. Hierzu werden im Stadtgebiet Umweltdaten mithilfe von Sensoren erhoben und in einem interaktiven und intuitiven 3D-Stadtmodell sichtbar und nutzbar gemacht.

ausführliche Informationen