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Details

Leipzig App

Ort:
Leipzig
Einwohnerzahl:
mehr als 100.000
Themenfeld/er:
Daseinsvorsorge  
Verwaltung  
Projektträger:
Stadt Leipzig
weitere Projektbeteiligte:
Stadtwerke Leipzig
Projektstatus:
in Umsetzung
Gesamtkosten:
1. Ausbaustufe: 200.000 Euro
Finanzierung/Förderung:
während Pilotierung Förderung über ID-Ideal (BMWK), Haushaltsmittel, Digitalisierungsbudget, einzelne Funktionen wurden im Rahmen von EU-Projekten (Horizon) realisiert

Beschreibung

Die Leipzig App verbindet Bürgerinnen und Bürgern mit ihrer Stadt. Die App aus dem Bereich „Smart City“ stellt nützliche Informationen bereit, bietet Möglichkeiten des Austauschs und bündelt digitale städtische Services praktisch auf dem Smartphone für unterwegs: digital, nahbar und einfach. Die Leipzig App wird seit ihrem Launch im Januar 2024 kontinuierlich weiterentwickelt. Sie verfolgt einen integrierten Ansatz, bei dem zentrale städtische Services über Schnittstellen direkt eingebunden werden. Dies ermöglicht ein nahtloses Handling innerhalb der App, etwa bei Terminvereinbarungen, der Anzeige von Wartezeiten, dem Mängelmelder sowie bei News, Veranstaltungen und Karten. Künftig wird das Angebot um transaktionale und partizipative Services wie Ticketing, Challenges und einen Chatbot erweitert. Direkte Kommunikationswege, gebündelte Informationen und hervorgehobene digitale Dienstleistungen sorgen für Orientierung. Ein themengeleitetes Menü, unabhängig von Verwaltungsstrukturen, erhöht die Sichtbarkeit städtischer Angebote, wobei spezifische Zielgruppen wie werdende Eltern direkt angesprochen werden können. 

Die Leipzig App umfasst die folgenden Funktionen:

  • Nachrichten und Veranstaltungen: Auf der Startseite werden aktuelle Nachrichten und Veranstaltungen in Leipzig angezeigt, die sich den jeweiligen Interessen entsprechend filtern und in der Ansicht anpassen lassen. Besondere städtische Veranstaltungsreihen können als Veranstaltungshighlights in Form einer sog. Themenseite hervorgehoben werden.
  • Kommunale Warnungen: Die Warnfunktion sendet Warnungen bezüglich Wetter, Katastrophen und kommunalem Verkehr (z. B. bei Großveranstaltungen oder Demonstrationen) für das Stadtgebiet Leipzig. Darüber hinaus sind Handlungsempfehlungen und optionale Push-Benachrichtigungen in der App zu finden.
  • Services der Stadt Leipzig: Termine bei Ämtern und Behörden der Stadt können über die App gebucht und geändert werden. Zudem ist eine Einsicht der Live-Wartezeiten in den Bürgerbüros möglich. Die App informiert über alle städtischen Dienstleistungen, verlinkt zu den digitalen Antragsformularen und bietet z. B. eine Checkliste für werdende Eltern, die alle Hilfen und Behördengänge Schritt für Schritt erklärt.
  • Mitmachen: In der Leipzig App können Bürgerinnen und Bürger den eigenen Stadtteil mitgestalten, sich engagieren, vernetzen und Hilfe finden. Interessierte können sich zu laufenden Bürgerbeteiligungsvorhaben informieren oder mit dem Vereinsfinder ihren Wunschverein im Stadtteil finden sowie Mängel im Stadtgebiet inklusive Fotos melden. Seit 2026 können Nutzerinnen und Nutzer unter „Leipzig macht’s: Challenges“ spielerisch spannende Alltagsaufgaben meistern und gleichzeitig nachhaltige Gewohnheiten fördern.
  • Standorte: Eine Karte hilft bei der Orientierung in Leipzig und zeigt verschiedene Orte aus den Kategorien Öffentliche Orte, Verkehr, Abfall & Sauberkeit, Kulturstätten, WLAN, Soziales sowie Mängelmeldungen an. Nutzerinnen und Nutzer der App können so einfach die Live-Auslastung eines Parkhauses einsehen, sich einen Überblick über geplante Baustellen verschaffen, das nächstgelegene Museum, Bürgerbüro, eine öffentliche Toilette oder Altglascontainer finden und die Stadt entdecken. Seit 2026 gibt es zudem eine Erfrischungskarte, die die Wärmebelastung und Standorte wie Trinkbrunnen und Refill-Stationen anzeigt.
  • Mein Bereich: In den Profileinstellungen können unter anderem eigene Mängelmeldungen und Termine eingesehen, der Dark Mode aktiviert und die Sprache eingestellt werden: Seit 2026 ist die App auch in Englisch verfügbar. Weitere Sprachen (Ukrainisch, Russisch, Arabisch, Französisch, Spanisch) werden ab Sommer 2026 verfügbar sein. Außerdem gibt es die Möglichkeit, über ein Formular Feedback zu geben.

Projektverlauf

Ausgangspunkt der App-Entwicklung war eine Prüfung zur Etablierung einer Smart-City-App durch das Referat Digitale Stadt im Auftrag des Stadtrates.

Der Prozess begann im Jahr 2022 und führte zur Entwicklung der App ab April 2023. Diese wurde Ende Januar 2024 fertiggestellt und steht seitdem zum Download bereit. Seit der Veröffentlichung wird die Leipzig App durch regelmäßige Usability-Tests, Feedbacks und Anforderungsworkshops mit Stakeholdern und Nutzerinnen und Nutzern weiterentwickelt und verbessert.

Die Leipzig App entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen digitalen Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung, Stadtgesellschaft und urbanem Alltag. Mit inzwischen mehr als 50.000 Downloads, kontinuierlich erweiterten Funktionen und einer konsequent mobilen Ausrichtung bietet sie Bürgerinnen und Bürgern einen einfachen, zeit- und ortsunabhängigen Zugang zu städtischen Informationen und Services.

Der zentrale Mehrwert der App liegt in der Bündelung digitaler Angebote an einem Ort. Statt verstreuter Informationen auf unterschiedlichen Webseiten vereint die Leipzig App Termine, Wartezeiten, Veranstaltungen, Karten, Warnmeldungen, Mängelmeldungen und digitale Dienstleistungen in einer intuitiven Anwendung. Viele Funktionen sind dabei direkt per Schnittstelle integriert. Die App ist somit keine reine Outlink-Sammlung, sondern ermöglicht ein nahtloses Nutzungserlebnis, beispielsweise bei Terminvereinbarungen im Bürgerbüro oder der Anzeige aktueller Wartezeiten.

Auch bei Großveranstaltungen zeigt sich der praktische Nutzen der App: Zu städtischen Veranstaltungsreihen und Veranstaltungshighlights wie der jährlich stattfindenden Europäischen Mobilitätswoche werden alle wichtigen Informationen zentral gebündelt und hervorgehoben. Auch kurzfristige Hinweise oder Warnmeldungen können per Push-Funktion direkt an Nutzerinnen und Nutzer ausgespielt werden. Darüber hinaus stärkt die App die Sichtbarkeit städtischer Angebote durch ein themengeleitetes und bürgerorientiertes Konzept. Anders als klassische Verwaltungsportale orientiert sich die Struktur nicht an Ämtern, sondern an konkreten Lebenslagen und Interessen. Dadurch können Zielgruppen wie Eltern oder Seniorinnen und Senioren gezielter angesprochen werden. 

Mit den „Leipzig macht’s Challenges“ setzt die Leipzig App gezielt auf Gamification-Elemente, um Bürgerinnen und Bürger zu klimafreundlichem und nachhaltigem Verhalten im Alltag zu motivieren. Nutzerinnen und Nutzer erhalten konkrete Anregungen und Aufgaben rund um Themen wie umweltbewusste Mobilität, Energiesparen, nachhaltigen Konsum oder Recycling. Durch spielerische Anreize, niedrigschwellige Beteiligung und eine direkte Verknüpfung mit lokalen Aktionen und Initiativen schafft die App einen alltagsnahen Zugang zu Klimaschutz und gesellschaftlichem Engagement. 

Auch für die Stadtverwaltung schafft die App deutlichen Mehrwert. Sie verbessert die Auffindbarkeit digitaler Angebote, stärkt die direkte Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern und ermöglicht schnelles Feedback zu städtischen Themen und Services. Die agile Entwicklung im interdisziplinären Team sowie die kontinuierliche Einbindung von Nutzerinnen und Nutzern sorgen dafür, dass die Anwendung bedarfsgerecht weiterentwickelt wird.

Fazit & Ausblick

Die Leipzig App verfolgt das Ziel, kommunale Digitalisierung mobil, integriert, nutzerorientiert und nah am Alltag der Menschen auszurichten. Sie ist als digitale Plattform der Stadt Leipzig etabliert und verbindet Verwaltung, Information und Beteiligung. Im Fokus zukünftiger Weiterentwicklungen stehen nutzerorientierte Funktionen, stärkere Beteiligungsmöglichkeiten sowie eine Erschließung diverserer Zielgruppen. So wird die App 2026 beispielsweise neben Englisch auch in Ukrainisch, Russisch, Arabisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung gestellt und es wird eine Schnittstelle zur Veranstaltungs- und Vernetzungsplattform Afeefa Leipzig, die Angebote für Menschen mit und ohne internationale Geschichte in Leipzig enthält, umgesetzt. 

Mit den „Leipzig macht’s: Challenges“ setzt die Leipzig App auf einen spielerischen, niedrigschwelligen Ansatz, um Bürgerinnen und Bürger gezielt zu klimafreundlichem und nachhaltigem Verhalten im Alltag zu motivieren. Perspektivisch sollen die Challenges um Themenfelder wie Demokratie und Gemeinwohl erweitert werden.

Darüber hinaus soll die Leipzig App durch die Integration einer Wallet-Komponente um transaktionale Services erweitert werden. Mit Einführung der Leipzig-App-Wallet können der Bibliotheksausweis oder der Leipzig-Pass als digitale Nachweise in der Wallet abgelegt und genutzt werden. Zudem soll die App um eine Ticketing-Funktion für kommunale Eigenbetriebe erweitert werden. 

Weiterhin ist geplant, die App um einen KI-gestützten Chatbot zu erweitern, der Nutzerinnen und Nutzern eine dialogbasierte Zugangsebene zu städtischen Informationen und Services bietet und die Orientierung in der App unterstützt, Dadurch wird die Nutzung der App intuitiver und wichtige Angebote können einfacher gefunden werden. 

Neben neuen Funktionen werden bestehende Angebote wie Live-Wartezeiten, Online-Terminbuchungen und Standorte erweitert sowie die App-Oberfläche kontinuierlich durch das Feedback der Nutzerinnen und Nutzer verbessert. 

Weitere Informationen

Empfehlungen für (kleinere) Kommunen:

Im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Abwägung, sollte eine klare Analyse durchgeführt werden, ob es wirklich eine App braucht, um die bestehenden Herausforderungen zu lösen. Die Fragen, die sich die Stadt Leipzig im Prozess der Etablierung der Leipzig App gestellt hat, sind im Playbook Digitale Stadt nachzulesen.

Für Kommunen, die kleiner sind als die Stadt Leipzig, sich aber für eine App interessieren, können sogenannte White-Label-Lösungen nutzen. Zum Beispiel die Smart Village App oder die Open SmartCity App.

Weiterführende Informationen

Kontaktdaten

Referat Digitale Stadt
Magazingasse 3,  04109,  Leipzig,  Deutschland

Zur Webseite des Projektträgers  

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